Antibiotika oder nicht? Der CRP-Test hilft!
03.01.2012 – Wer kennt das nicht? Man geht mit Husten und Fieber zum Arzt, Dieser untersucht einen, und kann am Ende selbst nicht vollständig klären, ob es sich um eine bakterielle oder virale Erkältungskrankheit handelt. Daraufhin wird man in der Regel zum HNO-Arzt geschickt, wo man wiederum lange Zeit krank im Wartezimmer verbringt. Zusätzlich bleibt in diesem Zeitraum die Erkältung unbehandelt, was Diese durchaus noch verstärkt. Steht der Hausarzt, allerdings ohne Hilfe des HNO-Arztes vor der Entscheidung der Behandlung, kreuzen sich die Pro und Kontra. Kann der Arzt nicht zweifelsfrei über virale oder bakterielle Erkältung entscheiden, greift er meist zu dem einfachsten Mittel, dem Antibiotika. Dieses ist allerdings nur bei bakteriellen Infektionen ratsam und so wehren sich zu Recht viele Patienten gegen dieses heftige Medikament, welches zwar meistens hilft, aber leicht Resistenzen im Körper auslöst. Dies macht das Medikament bei einer weiteren Anwendung, bei der beispielsweise ein Antibiotikum zweifelsfrei benötigt wird, unwirksam. Zusätzlich können Antibiotika Nebenwirkungen wie Durchfall, Hautauschläge und Pilzinfektionen auslösen. Weiterhin kann der unsachgemäße Gebrauch zu Unverträglichkeiten, wie einer Laktoseintoleranz führen. Abhilfe kann der sogenannte „CRP-Test“ schaffen. Dieser kann in jeder Arztpraxis mit einem Tropfen Blut oder Plasma durchgeführt werden, ohne dass ein bestimmtes Messgerät verwendet wird. Bei dem „CRP-Test“ wird die Höhe des C-reaktiven Proteins im Blut nachgewiesen, welches ein Entzündungsparameter darstellt. Dieses Protein steigt bei bakteriellen Infektionen stark, bei viralen Infektion dagegen nur leicht, an. Das C-reaktive Protein bildet der Körper bereits in einer Frühphase der Erkältungskrankheit, sodass der Test zu jeder Zeit durchgeführt werden kann. Damit kann der Arzt dann, sicher entscheiden, ob ein Antibiotikum gegeben werden sollte oder nicht, und damit mögliche Nebenwirkungen vermeiden.
